Gruppenausstellung des Fachbereichs Medienkunst / Fotografie, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

 

Eröffnung: Donnerstag, 20. Juni 2013, 19 Uhr

Ausstellung: Freitag, 21. Juni 2013, 10 Uhr - 22 Uhr

                      Samstag, 22. Juni 2013, 10 Uhr - 18 Uhr

Vortrag & Führung:  Freitag,21. Juni 2013, 11 Uhr

u.a. mit Prof. Dr. Philip Ursprung und der Stalker Walking School, anschließender Walk durch Karlsruhe um 14 Uhr

 

Am 20. Juni 2013 um 19 Uhr eröffnet die Gruppenausstellung „The Walk – Naples to Pompeii and in between“ mit Arbeiten von Studenten der Medienkunst / Fotografie der HfG Karlsruhe in deren Lichthöfen. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die künstlerische Auseinandersetzung eines Fußmarsches von Neapel nach Pompeji, der im Oktober 2012 mit dem italienischen Architekten-/Künstlerkollektiv Stalker Walking School stattfand.

 

Die Ausstellung „The Walk – Naples to Pompeii and in between“ ist sowohl als Reflexion als auch Reaktion der Reise zwischen Neapel und Pompeji zu verstehen und entstand aus einem Projekt mit dem italienischen Künstler-/Architektenkollektiv Stalker Walking School und Matteo Fraterno in Zusammenarbeit mit der SUDLAB Organisation und Antonio Perna.

Die fünftägige Reise im Oktober 2012 ist Teil einer fortwährenden Kooperation der Professoren Philip Ursprung, Armin Linke und Michael Clegg, die zwischen ihren Disziplinen vermitteln, indem sie zwei unterschiedliche Gruppen zusammenbringen: Architekturstudenten der ETH Zürich und Studenten der Medienkunst / Fotografie der HfG Karlsruhe.

Der Startpunkt der Exkursion war der alles überragende Vesuv. Von dort aus ging der Walk die Küste entlang zwischen Neapel und Pompeji, bei dem sich die Gruppe mit dem neuen Gebiet auseinandersetzte, um die Topografie und die Strukturen des öffentlichen Raumes zu verstehen: überbevölkert und verlassen, verfallen und wieder instandgesetzt zugleich.

Pompeji als historisches Sinnbild der ultimativen Bedrohung und des Untergangs steht emblematisch für das gesamte Gebiet, das unter der unheilvollen Präsenz des Vulkans, seiner Zerstörung harrt.

Wir haben das Gebiet mit Augenmerk auf die soziale Struktur untersucht, die sich in der Gegensätzlichkeit von öffentlichem und privatem Raum zeigt und ein Spiegel der Politik ist, die auf  ausgehöhlter Demokratie und verminderter Kontrolle der Bürger über den öffentlichen Raum basiert. Indem wir uns durch das Gebiet bewegten, eroberten wir den Anspruch zurück, das Land wieder öffentlich zu machen – eine „Aktivierung“ des Kommunalraumes.

Als Gruppe von mehr als 60 Leuten bildeten wir eine Menge, die schon an sich ein Spektakel war. Der dadurch entstandene spiegelartige Effekt der gegenseitigen Beobachtung von Gruppe und Außenstehenden – beide Seiten neugierig und amüsiert – prägt auch die entstandenen Fotografien.

 

Der Aufbau der Ausstellung wird den ursprünglichen Walk in einer minimierten Version der Topographie rekonstruieren und so auf den Raum zwischen dem Medienmuseum und dem MNK, die als Buchdeckel der HfG fungieren, projiziert.

Eine Reihe verschiedener „Stationen“ wird sich an der Route des Walks orientieren und  Fotografien, Videos, Texte und Skulpturen in Bezug zum jeweiligen Ort setzen. Anstatt konventionelle Ausstellungssysteme zu benutzen, werden in der Ausstellung alle möglichen Flächen, Strukturen und Materialien der Hochschule ausgelotet.

Die Professoren Michael Clegg, Armin Linke und Dr. Philip Ursprung, Initiatoren des Projekts und die Stalker Walking School mit Giulia Fiocca, Lorenzo Romito und Matteo Fraterno sowie Antonio Perna von SUDLAB werden eine Führung durch die Ausstellung geben, gefolgt von einem Walk durch Karlsruhe.

 

Mit Arbeiten von: Lisa Bergmann, Haishu Chen, Clegg & Guttmann, Danilo Donzelli ,Giulia Fiocca, Matteo Fraterno, Robert Hamacher, Rebecca Hirneise, Heidi Herzig, Alexander Jackson Wyatt, Oskar Klinkhammer, Ines Lechleitner, Armin Linke, Judith Milz, Wataru Murakami, Lorenzo Romito, Philipp Schell, Alina Schmuch, Franca Scholz, Berit Seidel, Tobias Wootton und Jonas Zilius

In Zusammenarbeit mit Studierenden der Fachbereiche Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis, Produktdesign, Kunstwissenschaft und Kommunikationsdesign:Lorena Garcia Castro, Annika Gutsche, Gloria Hasnay, Henrike Polek, Lena Rossbach, Laia Ventayol und Maxim Weirich

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